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Darstellung der Handelsverhältnisse zwischen der Schweiz und Oesterreich in den Jahren 1840 und 1845 / bearbeitet von Dr. A. v. Gonzenbach
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fünf Jahren um 57°/« zugenommen. Ebenso hat die Einfuhr an Baumwollgarn, welche in denJahren 1829 bis 1833 jährlich auf 10,686 Zentner sich belief, in den Jahren 1834 bis 1838einen jährlichen Betrag von 53,650 Zentner erreicht, was eine Zunahme von 402?«, also um mehrals das vierfache ausweiset.

Im Jahr 1831 kann in Oesterreich, nach dem Maßstabe der stattgehabten Einfuhr an Baum-wolle, per Kopf der Bevölkerung gerechnet werden 0,.g Pfund, im Jahr 1836 0,^ Pfund und imJahr 1840 beiläufig 1 Pfund ').

In den Jahren 1835 — 1837 hat Oesterreich jährlich 197,900 Zentner Baumwolle konsumirt,was des englischen und des französischen Verbrauchs gleich kommt. ^

Verarbeitet wurde diese Baumwolle durch beiläufig eine Million Spindeln, welche 168,000 Ztr.Garn lieferten; wird hiezu eine Einfuhr von fremdem Garn im Betrag von 59,350 Zentnern ge-rechnet, so ergibt es sich, daß die Baumwollmanufaktur in Oesterreich jährlich 227,350 ZentnerGarn verwendet hat.

Vom Jahr 1831 — 1835 wurden zum innern Verbrauch nach Oesterreich eingeführt

rohe Baumwolle 700,720 Zentner und Baumwollgarn 115,239 Zentner. >

Von 1836-1840 „ „ 1,201,648 „ „ „ 300,098

Es hat sich demnach der Verbrauch an roher Baumwolle um 58o/o, an Garn um 38?ch ver- ^mehrt, worauf die Herabsetzung der Zölle Einfluß gehabt haben dürfte.

Rohe Baumwolle bezahlte in der Einfuhr bis März 1833 vom Zentner Gulden 3 Kr. 30,von da bis März 1834 Gl. 2 Kr. 30 und nachher Gl. 1 Kr. 40.

Beim Garn war der Zoll bis März 1833 von weißem Mule-Garn bis einschließlich Nr. 30Gl. 81, vom Wassergarn Gl. 60, von allen übrigen Gl. 30; dann wurde der Zoll auf Gl. 20und seit März 1834 auf Gl. 15 herabgesetzt. Die Garneinfuhr stieg in Folge dieser Zollheräb-setzung auffallend:

Vor 1832 betrug die Einfuhr an fremdem Baumwollgarn . . 6,000 Zentner.

Im Jahr 1833 .. 10,000 „

„ „ 1834 . 25,000 „

„ „ 1835 . 64,168 „

Baumwollwaaren 16,110,500 Pfund Sterling (oder 161,105,000 Gulden Conv.-Münze) , somit um 21"/„mehr als in der Periode von 1826 bis 1830.

Im Jahr 1839 belief sich die Ausfuhr Großbritanniens an Baumwollgarn auf 6,857,800 Pfund Sterlingund an Baumwollwaaren auf 17,694,300 Pfund, und beweiset erneuert den immer nocb raschen Fortschrittdieser Industrie; und ihre große Wichtigkeit erklärt sich noch mehr, wenn man die Gesammtausfuhr an Baum-wollgarn uud Baumwollstoffen nach dem jährlichen Durchschnitte der Jahre 1836 bis 1839 im Werthe von24 Mill. Pfund Sterling mit der Gesammtausfuhr des brittischen Reiches überhaupt in eben dieser Periode imWerthe von 50 Mill. Pfund Sterling vergleicht, woraus sich darstellt, daß die jährliche Ausfuhr der brittischenBaumwoll-Manufakturen fast die Hälfte des Werthes der Gesammtausfuhr des brittischen Reiches ausmacht.

9 Siehe Becher, Beiträge, S. 39 und folgende.

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