Bonaparte seinen Weg über den Mont Cenis nach Chambéry,von hier über Air nach Carouge an die Genfer-, und von 'dieser an die Schweizergrenze.
Seinen Empfang zu Genf, einer fetzigen Schweizerstadt,wollen wir nun etwas ausführlicher erzählen.
II. A b s ch n i t t.
Bonnpartes Ankunft und Aufenthalt in Genf. *)
Die Regierung von Genf erhielt die erste offizielle Anzeigevon der zu erwartenden Ankunft Bonapartes durch GeneralMurat, der am Morgen des 13. Novembers nach Genf kamund Bonaparte ohngefähr 10 Tage nach Rastadt voraus reiste.
Schon am Abend dieses Tages sandte daher die Regie-rung einen Courier in der Person eines gewissen JacquesVicat (von dem wir später noch mehr hören) nach Chambéry,um so schnell wie möglich von Bonapartes Eintreffen sich zuunterrichten.
Am 20. Nov. machte der Garnisonskommandant (8^ndiod6 la garde) dem Syndic des Raths die Anzeige, daß derzu Genf residirende französische Geschäftsträger ihn habe ersuchenlassen, über Nacht die Stadtthore zu öffnen, weil um Mitter-nacht ein von Bonaparte nach Rastadt eilender Courier Genfpassiren würde.
Durch denselben erfuhr man, daß der General folgendenTags, am 21. November, eintreffen werde.
Auch kam schon am frühen Morgen der vorerwähnte Vicatvon Chambéry zurück und berichtete dem Syndic, wie er da-selbst um Mitternacht im Augenblicke, da General Bonaparte
1 ) Nach den Registres du Conseil administratif de la républiquede Genève, und nach einer Broschüre: Relation du voyage du GénéraiRonaparte à Genève.