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riapartes eidgenössischer Repräsentant zu Lauis (Lugano), wardBonapartes während den Unterhandlungen persönlich bekanntund war von ihm gerne gesehen. Die Wahl dieses Manneszum Abgeordneten der Regierung an Bonaparte war dahergewiß eine sehr passende und sehr glückliche, wie dieß dieReiseberichte selbst am augenscheinlichsten beweisen.
Leider hat sich nun dieses Hrn. Oberstlieutenant Wur-stemberger eigene Reiserelation, von der es im Rathsmanual(Sitzung vom 27. November) heißt:
„Sodann wurde auch MGHh. und Obern von Oberst-„lieutenant Wurstemberger, welcher den Auftrag gehabt,„den Generalen Bonaparte auf hiesigen Grenzen gegen„Genf zu, zu empfangen und zu begleiten, seine daherige„Relation abgestattet."schlechterdings nicht mehr auffinden lassen.
Als Ersatz liegen uns aber vor über Bonapartes Reisevon Coppet nach Solothurn, also durch den ganzen KantonBern, drei handschriftliche Berichte, von denen-zweivon Augenzeugen und Einer von Hörensagen herrühren; diebeiden letztern sind in französischer, der erstere in deutscherSprache geschrieben.
l. Der deutsche Bericht enthält Erinnerungen eines nochnicht 15fährigen Knaben als Augenzeugen von Coppetbis Bern (des seinen Vater begleitenden OberstenWurstemberger).
II. Der erste in französischer Sprache ist ein Brief einesHrn. von Erlach von Spietz an den GeschichtschreiberJoh. von Müller, und erzählt, was Hr. von Erlach überBonapartes Reise von Coppet bis Solothurn in Er-fahrung gebracht.
III. Der zweite in französischer Sprache ist ein Manuscriptvon Hrn. von Graffenried von Gerzensee, gewesenembernischen Polizeidirektor und Oberst; er war Augen-zeuge der Reise Bonapartes von Bern bis Solothurn.
Diese drei Berichte müssen uns nun ersetzen, was unsdurch den noch nicht wieder aufgefundenen offiziellen Bericht.