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Leben und Feldzüge des Generalfeldmarschals Alexander Suworow Rymniskoi Italskoi in Italien / von Mxy
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9
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Gegen den Monat April zog Suworow, nachdem er mit zweiKompagnien Füselirer, drei Schwadronen und zwei Kanonen über dieWeichsel gegangen war, bei Nacht über Clementow; er stieß auf denObersten Moschinski von Sendomir, welcher taufend Reiter inSchlachtordnung hatte, welche nach Schwadronen in ein Viereck,neben einem Gehölz, mit sechs Kanonen gestellt waren. Seine beidenKompagnien stürzten mit gesenktem Bajonet auf diese feindliche Reite-rei, welche, ungeachtet des rollenden Feuers aus ihren sechs Kanonen,verdrängt wurde; und die russische Reiterei verfolgte sie, indem sie ohneAufhören einhauke. Die Polen verloren ihre Artillerie und ungefährdreihundert Mann; die Russen nur fünfzig.

Als in der Mitte des Sommers der Oberste Moschinski Verstär.kuttg erhalten hatte^ so schlug ihn Suworow zum zweiten Mal beiOpatow; er tödtete ihm zweihundert Mann, und machte eben so vieleGefangene, welche größtentheils verwundet waren.

Als Suworow, einige Monate später, über die Weichsel aneinem Orte setzen wollte, wo der Strom reissend war, so siel er in dasWasser, und stieß sich mit der Brust so heftig gegen die Schiffbrücke,daß er über drei Monate krank wurde. In dem nämlichen Jahre er.hielt er den Orden der heiligen Anna.

Suworow, welcher im Monat März 1771 seine Kräfte wiedergesammelt hatte, rückte aus Lublin mit vier Kompagnien Fußvolk,einigen Kanonen und ungefähr fünf Schwadronen, und ging unterhalbSondomir über die Weichsel. Nachdem er verschiedene Haufen Ver-bündeter geschlagen hatte, so that er einen Angriff auf Landskron, vierMeilen von Krakau. Der Widerstand war lebhaft; er machte sich

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