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Leben und Feldzüge des Generalfeldmarschals Alexander Suworow Rymniskoi Italskoi in Italien / von Mxy
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und-machte seine Anstalten, um über Slemin zu ziehen, welches achtMeilen von dem Schlachtfelde entfernt war.

Die Polen hatten ungefähr taufend Todte; die Russen nahmensiebenhundert von ihnen gefangen, u-nd unter diesen ^den MärschalOgiuski, und mehr als'dreißig Ofsiciere. Alle Pferde ihrer Dragonerwurden weggenommen, so wie verschiedene Fahnen, eine große Mengevon Equipagen, und eine Kasse von dreißigtausend Dukaten. DieSoldaten theilten sich in das Gold Und Silber.

Gegen Abend befand sich diese ganze Mannschaft in der Nähe vonSlomin. Nachdem Suworow die Gefangenen und die schwere Artille-rie hier abgesetzt hatte, so machte er sich wieder bei Nacht auf den Weg,und zog über Pinsk, weil er die Absicht hakte, die Verbündeten nochmehr zu zerstreuen. Der erste, welchem er begegnete, war ein Ossi-cier, welchem die Führung einer reichen Regjmentökasse anvertrautwar. Als großmüthiger Feind gab ihm Suworow einen Paß für ihnund für die Kaste, bis an den Ort sicher Bestimmung.

Suworow, welcher nicht so sehr zu siegen, als zu unterwerfenstrebte, ließ die lithauischen Verbündeten einladen, sich wieder zu ihrenHeerden zu begeben, indem er überall Friedensversicherungen bekanntmachen ließ. Mit vieler Achtung ließ er diejenigen behandeln, welcheseiner Großmuth trauten, und bald fügte sich alles wieder in die Ord-nung. . , . .

Gleich bei seinem Eintritt in Lithauen hakte Suworow bereits ge-zeigt, daß er mit dem Kriegstalent den Geist der Versöhnung zu ver-einigen wußte; denn damals dämpfte er viele Unruhen und Zwi-stigkeiten. ^ ^ . -