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Leben und Feldzüge des Generalfeldmarschals Alexander Suworow Rymniskoi Italskoi in Italien / von Mxy
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So war die Lage, in welchem sich Suworow nu't etwas mehr alszweitausend Mann befand, wovon vierhundert Reiter waren. Das tür-kische Herr war ohngefähr eintausend Mann stark. Um acht Uhr nähertees sich der ersten Schanze, welche unter den Kanonen des Schlosses war.Um der Furcht zu trotzen, befahl Suworow, die Zelte zusammen zuschlagen und sie in die Schanze zn tragen; denn er wollte die Feindehinter seinen Verschanzurrgcn erwarten und sie dahin locken.' Er hatteBefehl gegeben,, ste in die größte Rahe kommen zu lasten, und als-,dann nur ein Feuer mit gehacktem Eisen auf sie zu geben. Aber manfing zu bald an, sie vom Schloß mit Kanonen Zu beschießen, welchessie auf einige Zeit entfernte. Späterhin näherten sie sich unter Schammüzeln, und stießen auf zwei- Werke, welche sie beunruhigten. Gleich-wohl gewannen sie Boden, obschon ihr Zug nicht schnell war. Jeztgebot Suworow sinnen Scharmuzirern, sich allmähtig zu entfernen, unddann plötzlich zu fliehen, als ob sie den Muth, verloren hätten; denn erhoffte durch diese List den Feind ganz in die Rähe der VerschalungenZu bringen..

Sobald als die Türken freies Feld hatten, so entfalteten sie sich,,und zeigten einen neuen Anblick. Die Türken, welche in unordentli-chen und zerstreuten Hausen zu fechten gewohnt waren, stellten sich,-nach Art der europaisihen Truppen, in Schlachtordnung, und bildetenReihen; die Ianitfcharen standen mit der Artillerie in der Mitte, unddie Spahis an den Flügeln. Sie näherten sich in ziemlich guter Ord-nung der ersten Verschanzung, deren Graben nicht sehr tief war, denndas Erdreich war steinig; aber weiter hin stand eine doppelte Reihespanischer Reiter, und hinten waren Pallisaden auf demjenigen Theilder Anhöhe, welcher die Insel völlig deckte, wo die zwei schönsten Re-gimenter Fußvolk, an dem kleinen Fluß Vorzy, standen».