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Bald machten die Türken den Anfang, ihre Artillerie spielen zulassen, und stürzten mit einer solchen Geschwindigkeit auf die Versch.m-zung, daß Suworow kaum Zeit hatte, sie zu erwarten, und über siespanischen Reiter zu sitzen, welche ihren Zugang vertheidigten.
Wiewohl man sie mit einem sehr lebhaften Kartätschenseuer em.pstng, so rückten sie dennoch näher, und kamen haufenweise über diespanischen Reiter bis an die Pallisaden. Sie pflanzten ihre Fahnenaus die Brustwehre, aber sie konnten nicht eindringen. Der ObersteMachipelow stürzkte mit dem Staroökelsischen Regiment, welches aufder Insel stand, mit gesenktem Bajonet auf ihren rechten Flügel. DerFürst Gagarin war sogleich über die Brücke gegangen, und siel mitseinem in ein Viereck gestellten Regiment auf den linken Flügel. DerFreiherr von Rosen griff mit der Reiterei die Türken an; sie wurden inUnordnung gebracht. Sie verließen ihre Artillerie; man verfolgtesie wahrend der Nacht, bis auf eine Entfernung von drei oder vierMeilen.
Suworow hemmt endlich die Verfolgung ; seine Truppen ruhteneinige Stunden, und kehrten am Morgen nach Chirschowa zurück.Der Weg war mit Todten bedeckt. Die Türken verloren bei diesemVorfall über tausend Mann, unter welchen sich zwei Bachas befanden.Man hatte hundert zu Gefangenen gemacht, nebst mehreren Ossicierenund neun Zahlten erbeutet. Die den Russen in die Hände gefallene'Artillerie bestand aus acht Kanonen, und aus einem Mörser. Aufihrer Seite war die Zahl der Todten nicht beträchtlich; aber sie hattenzweihundert Verwundete.
So war auch jezt das Ende dieses Feldzugs für den General Su-worow glänzend. Die Zerrüttung seiner Gesundheit erlaubte ihm nicht,andere Verrichtungen zu unternehmen. Er kehrte gegen das Ende des