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Im Monat December 17 77 übertrug man ihm die Führung deskubanischen Truppenhaufens; er beskand aus ft'ins Regimentern Fuß-volks, nebst ihren Kanonen, und zwölf Stücken groben Geschützes,am- zehn Schwadronen Dragoner, aus zwanzig Schwadronen.Husa-ren, und aus fünfundzwanzig Schwadronen Kosaken. Er stand zer-streut, zum Theil unter der alten Festung Koppyl, zum Theil in einerVerschalung bei Taman an dem schwarzen Meer, und der Nest desHaufens befand sich in dem Gebiet von Taman bis nach Azow, inLinien und Schanzen, welche Gemeinschaft mit einander hatten, undin deren jeder sich eine Kompagnie nebst zwei Kanonen befand, um sichwidrr die Angriffe der cirkasstschen Räuber zu wehren.
Diese Nationen an der linken Seite von Kuban, welche über-haupt unter dein Name» Cirkassier bekannt sind, theilen sich in verschie-dene Stämme. Man nennt sie große und kleine Abascier, Eirkassier,(deren Land wegen der Schönheit der Weiber berühmt ist) Schapt-schiks, Attukays, Tcmirgeser, Caffaier und Baraier : Jenseits sinddie Naurusischen Tartarn. Alle diese Stamme leben in einer völligenAnarchie; das Bedürfniß versammelt sie, um in Rotten von zehn bishundert, und bisweilen von fünfhundert Mann, zu rauben. Sie sindstark und beherzt; sie haben Feuergcwehr, Säbel, Bogen und Pfeile.Sie plündern oft sogar die Wohnungen der Donischen Kosaken; undsobald! als man ihnen einige Mannschaft tobtet, ziehen sie sich, unterbeständiger Vertheidigung, in ihre Heimat zurück. Sie schießen zurVerwunderung, und sind so flüchtig im Laufen, daß sie schwer einzu-holen sind. Ihre vornehmste Absicht bei ihren Streisereien ist. Ge-fangene zu machen, welche sie als Sklaven an die Türken verkaufen,,oder welche sie zum Ackerbau anstellen.