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Leben und Feldzüge des Generalfeldmarschals Alexander Suworow Rymniskoi Italskoi in Italien / von Mxy
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36
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sich ohne Aufhören. Die Orlowschen Bataillons verloren vieleMannschaft.

Suworow ließ zwei Kaselowsche Bataillons, welche das Reserve-heer ausmachten, in ihre Reihen rücken. Der General Reck, welchersie anführte, wurde am Bein verwundet, und man führte ihn zurück.Diese Bataillons thaten keinen langen Widerstand, so wenig wie diebeiden Reserveschwadronen. Sie machten alle eine Wendung, unddie Türken folgten ihnen aus dem Fuße, mit erhobenem Dolch, odermit dem Degen in der Faust. Suworow, welchem ein Pferd unterihm getödtet worden war, fordert das erste Pferd, welches er bemerk-,te; er wendete sich an einen Türken, welcher sich dessen eben bemächti-get hatte, und welchen er für einen Kosaken hielt, weil die Türken nurFußvolk ausgeschifft hatten. Der Türke hatte schon seilten Säbel er-hoben, um ihm den Kopf zu spalten, als ein Nowikowscher Füsilierihm das Leben rettete, indem er den Türken mit dem Bajonet zu Bo-den warf.

Die Lage der Russen wurde gefährlich; sie erlagen unter derMenge, und waren beständig genöthigt, sich auf das Glaciö zurückzu-ziehen. Von Zeit zu Zeit hatten sie einigen Vortheil, und gewannenGrund wider die Türken; aber so wenig hielten sie zurück, was sie ver-loren hatten, daß sie vielmehr endlich verdrängt wurden, weil die Tür-ken viele Verstärkung erhalten hatten. Das Blutbad wurde allgemein.Man sah auf allen Seiten nichts als Todte und Verwundete. DieTruppen waren so sehr in Unordnuug, daß die Artillerie von beidenTheilen zu spielen ganz aufhörte.

Indem man mit dieser außerordentlichen Erbitterung so in derNähe wider einander kämpfte, hörte man mit einem erschrecklichen Ge-töse eine türkische Schebeke und eine Kanonierschslnppe, welche sich