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den Kanonen des Ortes zu sehr genähert hatten, in die Luftspringen.
Der Tag war bereits im Abnehmen, als zehn Schwadronenleichter Reiter ankamen, welche vier Meilen von Kinbrun entferntgewesen waren. Weil der Boden sehr beengt war, so griffen sie dieTürken in Haufen an. Jezt erhob sich das Fußvolk; die Kosakenkamen vom Ufer des Meeres über die Flotte der Türken, welche ihrer-seits unter dem Gewicht dieser vereinigten Kräfte weichen mußten.Sie sezten einen lebhaften Widerstand entgegen, und sprangen überMenschen und Pferde, von welchen eine große Anzahl verwundet wurden.Oft sah man, mitten unter ihnen, ihre Derwische, vor Wuth außer sich,welche sie zum Kampf aufforderten, sie waren fünfzehn an der Zahl,und wurden alle in Stacke zerhauen.
Die Nacht erfolgte ohne Mondschein. Es kam noch ein schwa-ches Bataillon von Muruni, von höchstens dreihundert Mann, welchevon Cherson herkamen, aber äußerst ermüdet; sie brachten zwei Neser-vekompagnien mit, welche bei dem Gepäck angestellt waren. DieseVerstärkung machte das Treffen entscheidend.
Die Türken, welche sich bis an das Ufer des Meeres zurückgetrie-ben sahen, geriethen in Verzweiflung, und stürzten wüthend auf dasFußvolk, welches sie am meisten bedrängte. Ihr leztes Feuer dauerteeine halbe Stunde; dann wurden sie völlig geschlagen, haufenweisezerhauen, und ganz in das Meer zurückgestoßen. Alles war gegenzehn Uhr Abends geendigt, nach einem Kampf von neun Stunden.Die Russen hatten zweihundert Todte und achthundert Verwundete.
Auf Seiten der Türken, welche sechstausend Mann ausgeschiffthatten, retteten sich höchstens siebenhundert. Die andern blieben