Buch 
Leben und Feldzüge des Generalfeldmarschals Alexander Suworow Rymniskoi Italskoi in Italien / von Mxy
Entstehung
Seite
63
JPEG-Download
 

6z

Siräkowski dachte ernstlich auf seinen Rückzug. Er machte einViereck von drei dichten Reihen, mit der Reiterei auf dcn^Seiten;und zog sich allmählig zurück. Unterdessen kam die Reiterei der beidenFlügel an, welche genöthigt gewesen war, einen großen Umweg zumachen, und auf Schutt über den Morast zu setzen, indem sie diePferde an der Hand führte, um nicht zu versinken. Diese Reitereiüberfiel zu gleicher Zeit von beiden Seiten die feindlichen Reihen, wel-che schon in vollem Rückzug waren. Sie litten von neuem einen be-trächtlichen Verlust; vergebens gaben sie sich alle nur ersinnliche Mühe,um sich ihrer zahlreichen Artillerie zu bedienen. Die Reiterei unddas Fußvolk, welches sie von allen Seiten bedrängte, nöthigte sie,sich in dem Gehölz zu verstecken. Der Himmel verfinsterte sich; dieNacht erlaubte nicht, sie weiter zu verfolgen.

Die Polen ließen auf dem Platz ungefähr dreitausend Mann,unter welchen viele Offeriere waren. Die Russen verloren hundert-fünfundzwanzig Mann, und harten nur zweihundert Verwundete.Das russische Fußvolk hatte das Meiste zu dem glücklichen Erfolg dieserUnternehmung beigetragen; denn es griff immer den Feind mit demBajonett an, und immer trieb es ihn zurück. Die Polen wurden,ungeachtet des aufferordentlichen Vortheils ihrer Lage, ungeachtet derÜberlegenheit ihrer Menge und der Starke ihrer Artillerie, gleich-wohl zur Flucht genöthigt.

Kurz vor Mitternacht ftzke sich der ganze Haufen in Bewegung,um vorzurücken, und den Feind zu verfolgen, welcher sich nach Brzes-cie, ungefähr acht Meilen von dem Schlachtfeld, zurückgezogen hatte.Die Raffen kamen Abends nach Teifchin, eine Meile von Brzes-cia. Sie lagerten sich in einer bedeckten Tiefe, und vermie-den alles, was sie verrathen konnte. Um zwei Uhr nach Mit-