Erstes Kapitel.
Bestand und Aufgebot der Schweizertruppenfür den Krieg auf der pyrenäischenHalbinsel.
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I. Die Schweizerregimenter in spanischenDiensten.
Von Alters her standen im Dienste von SpanienSchweizerregimenter, welche in den innern und südlichenKantonen rekrutirt zu werden pflegten und nur aus An-gehörigen der katholischen Konfession bestanden. Die Sorgefür deren Werbung übernahmen die Familien, welchendie Regimenter und Kompagnien angehörten, doch warihre Rekrutirung sehr fehlerhaft und die Verwaltung eineschlechte. *) Es waren folgende Regimenter:
No. 1. Regiment Schmid (unter diesem Kommandonoch 1803 stehend, vorher unter Schwaller, kurz daraufunter Wimpfen * 2 ); No. 2. Regiment Rüttimann, spätervon Karl Reding kommandirt 2 ); No. 3. Regiment NazarReding 2 ) (später Kaiser) ; No. 4. Regiment Betschart 2 )(später Zay ); No. 5. Regiment Jann (später 'Brachster 2 ).
Diese Regimenter führten seit der Beendigung desspanischen Erbfolgekrieges ein ziemlich gemächliches Le-ben. Indem aber dieselben dennoch an den Feldzügender Jahre 1793—1795 in den Pyrenäen gegen die franzö-
r ) Schweizerischer Militäralmanach, 1843.
2 ) Zur Zeit der Erhebung der spanischen Nation im Mai 1808.