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Geschichte der Schweizertruppen im Kriege Napoleons I. in Spanien und Portugal (1807-1814) / allen Freunden vaterländischer Geschichte gewidmet von Dr. Albert Maag, Lehrer der Geschichte und griechischen Sprache am Progymnasium Biel
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sisclie Republik mehr oder weniger thätigen Antlieil nahmen,wodurch sie ziemlich zusammenschmolzen, x ) schritt diespanische Regierung angesichts der sehr schwierigen Re-krutirung zur Einleitung einer neuen Militärkapitulationmit der Eidgenossenschaft, indem Napoleon bei der Er-neuerung des bezüglichen Vertrages ganz besonders mit-wirkte, weil eben Spanien von ihm als eine gemeinsammit Frankreich gegen England im Kampf begriffene Machtangesehen wurde, also eine solche Werbung seinen Inte-ressen entsprach.

Am 13. Juli und am 10. August 1803 reichte derspanische Gesandte, von Caamano, der Tagsatzung eineNote ein, durch welche das Recht der Werbung im Ge-biete der Eidgenossenschaft für die fünf spanischen Schwei-zerregimenter begehrt wurde. Am 17. September beschlossdie Tagsatzung nach dem Anträge der Bericht erstattendenKommission, dass allen Kantonen, welche an dem spanischenDienst Antheil nehmen wollten oder könnten, gestattetsein solle, unter Voraussetzung gehöriger Aufsicht diefreie Werbung für denselben zu gewähren. * 2 ) Der endgül-tige, auf Grund der Verhandlungen der Tagsatzung übergenannten Gegenstand abgeschlossene Kapitulations-Ver-trag, 65 Paragraphen (ohne die Zusatzartikel) umfassend,in Kraft auf 30 Jahre, wurde am 2. August 1804 in Bernausgefertigt. Gleich die erste Bestimmung stellte diejenigenKantonsgebiete fest, innerhalb deren jedes Regiment seineRekrutirung ausschliesslich vorzunehmen verpflichtet war,nämlich:

1. Für das Regiment Schmid (Schicaller, Wimpfen)

die Kantone Solothurn, Freiburg, Aargau.

2. Für das Regiment Rüttimann (Karl Reding)

die Kantone Luzern, St. Gallen, Thurgau.

J ) Nach dein Frieden von Luneville wurden ihnen, durchFrankreich abgetreten, österreichische Kriegsgefangene zuge-halten.

2 ) Repertorium der Abschiede der eidgenössischen Tagsatzungen.