Buch 
Geschichte der Schweizertruppen im Kriege Napoleons I. in Spanien und Portugal (1807-1814) / allen Freunden vaterländischer Geschichte gewidmet von Dr. Albert Maag, Lehrer der Geschichte und griechischen Sprache am Progymnasium Biel
Entstehung
Seite
49
JPEG-Download
 

49

Das Bataillon hatte zeitweise mit den nämlichenSchwierigkeiten der Rekrutirung zn kämpfen wie dieSchweizerregimenter in französischen Diensten. Noch imHerbst 1811 richtete der Fürst Berthier aus Compiegnean den Staatsrath von Neuenburg eine Note, in der erseiner Unzufriedenheit über deren Resultat Ausdruckgab (10. September):

Die Rekrutirung des Bataillons geht nicht mit ge-höriger Bethätigung vor sich; man rekrutirt Schweizer,die desertiren; einige Leute, deren Engagements zuEnde gehen, können sie nicht erneuern; das Bataillonnimmt, zusehends ah. Es ist aber meine Ansicht, dassmein Fürstenthum Neuenburg es komplet erhalte; ichwill nur Neuenburger in dasselbe aufgenommen wissen,die Schweizer haben selber Mühe, ihr Kontingent zuliefern; das Fürstenthum Neuenburg lieferte frühermehr Leute, als es mir heute gibt. Befassen Sie sichernstlich mit den Mitteln zur Bethätigung der Rekru-tirung. Die Auszeichnungen und Pensionen, welche dieOffziere und Soldaten von der Güte des Kaisers zuerlangen in der Lage sind, bilden einen Vortheil fürdas Land.

In der That lieferte das Jahr 1811 nur 121 Mannstatt der jährlichen Zahl von 225, von der 150 demFiirstenthum Neuenburg zu stellen zukam, während derRest in der Schweiz angeworben werden durfte. ZurHebung des Werbungsgeschäftes that der StaatsrathSchritte, um die Rückberufung der grossen Anzahl vonNeuenburgern zu erlangen, welche sich in die rotlienSchweizerregimenter hatten anwerben lassen, verfügte,dass die Familien derjenigen, welche sich anwerbenlassen würden, von gewissen Gemeindeleistungen befreitund die aus dem Dienst an den lieimathlichen Herd zurück-kehrenden Soldaten mit Vergünstigungen gleicher Artbedacht werden sollten, während dagegen auf die Aus-

4