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Geschichte der Schweizertruppen im Kriege Napoleons I. in Spanien und Portugal (1807-1814) / allen Freunden vaterländischer Geschichte gewidmet von Dr. Albert Maag, Lehrer der Geschichte und griechischen Sprache am Progymnasium Biel
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zurückzielienden Corps in ihren Defensiv-Stellungen hinterdem Ebro abwarteten.

Die Zeit bis zum Eintreffen neuer französischerArmeecorps, welche erst mit Anfang Oktober nach undnach einzurücken begannen, verstrich für die Schweizerunter unaufhörlichen Märschen und Contre-Märschen zurVerfolgung der Briganten, welche sich in beträchtlichenTruppenmassen angesammelt hatten und, von den Bauernunterstützt, keine Gelegenheit versäumten, sich den Fran-zosen furchtbar zu machen und sie in beständiger Ruhe-losigkeit zu erhalten. Nicht nur diese ermüdende Art derKriegführung, sondern auch Krankheiten, besonders dieRuhr, verminderten den Bestand der Mannschaft be-ständig ; denn die Jahreszeit der Regengüsse stellte sichein und äusserte ihren verderblichen Einfluss in den Bi-vouaks; auch Hartmann Füssli wurde von der Ruhr er-reicht und musste sich nach Bayonne bringen lassen,wo er nur langsam genas. x )

*) Nachdem wir soeben den Gesundheitszustand erwähnthaben, der bei der Mannschaft der beiden schweizerischen Batailloneherrschte, ist im Anschluss an den Text um so eher die Wieder-gabe einer einheimischen Zeitungsnotiz angezeigt, weil sie be-weist, wie unzuverlässig, ja sogar grundfalsch die in schweizeri-sche Zeitungen übergegangenen Nachrichten aus Spanien hierund da gewesen sind. In den Gemeinnützigen Schweiz. Nachrichtenist in der Nummer vom 21. Herbstmonat 1808 folgender Berichtzu lesen:

Zur Beruhigung Derjenigen, die Verwandte und Freundeim 1. Bataillon des 2. Schweizerregiments ( Castella ) und im2. Bataillon des 3. Regiments ( Graffenried) haben, diene zur zu-verlässigen (!), neuesten Nachricht, dass diese zwei Ba-taillone ... die Arriere-Garde des Königs ausmachen; sie kampirenlängs dem Ebro in Baracken, haben bei den letzten Ereig-nissen wenig gelitten und befinden sich gesund undmunter (!)

Es nimmt sich ebenso sonderbar aus, wenn die nämlicheZeitung, durch einen Privatbrief benachrichtigt, am 18. April1809 über die Schweizer der Armee Dupont die unklare, unge-naue Meldung macht:Die in der Kapitulation des Generals