lassen. 1 ) In Folge von Desertion, aber aucli von Krank-heiten und von Verlusten, welche die vielen Kämpfe undStreifzüge bereits verursacht hatten, war das ohnehinschon von Anfang an einen schwachen Bestand auf-weisende Bataillon (vergl. S. 174) beträchtlich zusammen-geschmolzen.
Duhesme sah die Nothwendigkeit ein, zur Herstell-ung seiner gänzlich abgebrochenen Verbindung mit derfranzösischen Grenze einen kräftigen Ausfall mit seinerHauptmacht zu wagen. Nachdem er schon gegen EndeJuni einen vergeblichen Angriff auf Gerona gemachthatte, unternahm er im folgenden Monat einen neuenAngriffsversuch, um zugleich der von Perpignan zurVerstärkung herbeigesandten Division Reille die Handzu reichen. Mit ihr betritt den Boden Spaniens zum erstenMal zur Ergänzung des dritten Bataillons ein neues De-taschement schweizerischer Truppen, ein halbes Ba-taillon vom zweiten Regiment unter dem Kommandodes Adjutant-Majors Claudius von Tschudi. 2 ) Am 10. Juliverliess Duhesme, mit ihm das Bataillon von Flüe, Bar-celona, wo nur die Division Lecchi zur Bewachung derStadt zurückblieb, und brach über Mataro und Hostalrichnach Gerona auf, zu dessen nachdrücklicher Belagerungseine Grenadiere mit Sturmleitern versehen waren. Mataromusste mit Gewalt genommen werden und wurde derWuth der über die barbarische Kriegführung der Kata-lonier immer mehr erbitterten Soldaten überlassen.
Während Duhesme unter unausgesetzten Kämpfensich nach Gerona Bahn brach, das er erst am 22. Julierreichte, überschritt die Division Reille die Grenze undrückte nach erhaltener Ordre zunächst gegen Figuerasvor; in den unterwegs sich ausdehnenden Reben- undOlivenpflanzungen hörten die Schweizer unter dem Kom-
0 Z. F.-B., 1872, S. 28.
2 ) Schaller, S. 75. Foy (IV, 165) schätzt die Stärke des schwei-zerischen Detasehements gar nur auf 150 Mann.