Z2 VsrbereltunIsgrundsäze.
ren; Hofnung, durch ein groses Verdienst umdie Kirche seinen Nahmen zu verewigen: Einbil-dung eigner Untrüglichst, solche Leidenschaftenbeselten nur gar zu oft die Eiferer vor die Ortho-doxie und bewegten sie, die unverantwortlichenMittel des Schwerds, des Scheiterhaufens, derVerbannung zu gebrauchen. Es lehrere aberder Erfolg, daß dieses alles diejenigen Wirkun-gen nie gefunden, welche man suchte. Anderetonten vielleicht aus Einfalt hierinncn han-deln, denen man Unrecht thun würde, sie derboshaftigen Kezermacherei zu beschuldigen. In-dessen war doch ihr Verfahren fehlerhaft, wel-ches ihre Unwissenheit nie entschuldigen kan.Wenn man damit die verkehrte Art verbindet,Religionsstreitigkeiten blos durch das Ansehenälterer Lehrer; oder durch die Mehrheit derStimmen, die oft durch unerlaubte Künste vonVerheißungen und Drohungen, selbst gebrauch-ten Gewaltthätigkeiten erzwungen worden, zuentscheiden und auf die Bestrafungen der Irren-den, als Missethäter, siehet, so kan es gcwiö nichtan häufigen Regeln von dem fehlen, was beykirchlichen Streitigkeiten zu vermeiden ist. Hin-gegen ist auch nicht zu leugnen, daß ruhmwürdi-ge Beyspiele christlicher Wahrheitsliebe, Sanft-mut, Gedult, Nachsicht, Gründlichkeit, Ein-sicht, Freundlichkeit, zumahl in den ältern Zei-ten sich finden, welche gottesdienstllchcn Lehrernzur Nachahmung angepriesen zu werden verdie-nen. Wir müssen noch eines hinzusezen. Dasich finden wird, daß oft der heftigste Streit