7<2 Streitigkeiten mit den jüdlschges Christen
zu Jerusalem, aus den Reden der Apostel undaus dem Schlus der Gemeinde läßt sich wahr-scheinlich folgern, daß diese unruhige Lehrer auchauf die übrigen und gesamten Geseze MosiS ge-drungen.
Anm. Dieses alles erzehlet Lucas Apostelg XV, i 2.womit V. 5. zu vergleichen. Die Nachrichten des phi-lastrii 6« tiaeres. cax.xxxvu. und Epiphanii dae-ret. xxux. daß Cerinthus der Urheber dieser Unru-hen gewesen, ist falsch.
Es ist nicht zu verwundern, daß diese Lehr-saze zu Antiochierr Widerspruch gefunden. Lu-cas ^berichtet, daß dadurch eine Art öfentlicherUnruhe einstanden und Paullus und Barna-bas sich mit diesen Lehrern in eine mündliche Un-terredung eingelassen, die heftig gewesen. End-lich erwehlete man den Weg, die Sache nachJerusalem gelangen zu lassen und sich von dendaselbst befindlichen Aposteln und übrigen Glieder^der Gemeinde einen Unterricht über die Streit-frage zu erbitten. Man erwehlte Gesandenvon beoden Theilen. Paullus und Barnabaswaren von der verneinenden Parthei; die Nah-men aber der von der bejahenden sind nicht an-gezeiget. Wie sie zu Jerusalem angekommen,erneuerten sich die Streitigkeiten. Darüber,daß den Heyden das Evangelium war verkündi-get worden, war so wenig ein Misvergnügen,daß vielmehr über den Segen Gottes, mit demdiese Predigt begleitet gewesen, viele Freude be-zeiget wurde. Allein über die Hauptfrage von
der