nach der Zeit der Apostel. i sy
grosem Eifer die Kezergeschichte getrieben, und ihreJrtümer widerlegt, von den Nazaraern geschwiegen.Die beyden Meinungen von den Ursachen dieses Still-schweigens, welche Mosheim comment. y. Z28 anzei-get, können auf diese Art gar wol vereiniget werden.
§ VII.
Von den Schiksaalen dieser Parthei wissenwir nur dieses, daß sie in den Gegenden von Pa-lästina ihre vornehmsten Wohnplaze, und nochim Anfang des fünften Jahrhunderts ihre Ge-meinen gehabt. Es hat auch nicht an christli-chen Lehrern gefehlet, welche wider sie ge-schrieben.
Anm. i. Nach Epiphanii, AuZustini und HierottymtBericht haben sich die Nazaraer in den Gegenden vonPella, in Judaa, zu Cocabe, im Lande Basan, undzn Berrhoe in Niedersyrien aufgehalten. Sie redenvon ihnen als von Leuten, die noch zu ihrer Zeit eineeigne Parthei gemacht. Man kan nicht sagen, wennsie völlig aufgehört habe.
Anm. 2. Es hat den Nazaraern gewis nicht an Feindengefehlet. Epiphanius meldet am a. O. daß die Ju.den, gegen sie feindfeeliger gesinnet gewesen; als gegenandere Christen, und eine Verfluchn,igsformcl dreymaldes ?ages in ihren Synagogen wider sie auszusprechengewöhnet gewesen. Es scheinet aber dieser unvorsichti-ge Schriftsteller hier zu fehlen. Justinus der Mär-tyrer undHieronymus bezeugen, daß dieses Betragender Juden auf alle Christen gegangen und wie leichthat der Nahme Vtazaräer, den die Juden allen Chri-ste» geben, diesen Fehler veranlassen können? Daß dierechtgläubigen Christen mit ihnen nicht zufrieden gewe-sen, ist leicht zu denken. Tl-eodorer ksb. Kaeret.caz,.2. p.2iy meldet, daß Justin der Märtyrer, Ire»näu« und Grigenes wider sie geschrieben. EigneSchriften dieser Männer von diesem Inhalt sind nichtvorhanden.
Anm. z.