Von Simon den» Zauberer
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§ XI?
Es ist keil» Zweifel, daß Simon durch seineBetrügerei sich einen Anhang gemacht. Zu Sa-marien mus die Menge seiner Verehrer bis zuseiner Taufe sehr gros gewesen seyn, »vie Lukasdeutlich gemeldet. Allein eben dieses göttlichenSchriftstellers Bericht von dem großen Beyfall,den die Predigt des Evangelii daselbst gefunden,ist Bürge, daß Simon einen großen Theil feinerBewunderer daselbst müsse vorloren haben. Diealten Kirchenvater melden aber doch, daß esnoch nachhero Simonianer gegeben habe. Ih-re Berichte sind nicht sehr übereinstimmend.Wir wollen sie hier kürzlich wiederholen. NachJ.C. den Zeugnissen des Justins und Clemens vonrzo. Alexandrien müssen im zweyten Jahrhundertsehr viele Simonianer gewesen seyn. Eben die-22O. ses scheinet auch Tertullian zu sagen. Origi-°49- nes hingegen »nacht ihre Zahl so geringe, daß eran einem Ort sie nur auf dreißig fezet; an einemandern aber gar zweifelt, ob noch einer dieserParthei vorhanden sey. Diesein scheinet entge-Z04. gen zu seyn, daß man zu Eusebii Zeiten noch Si-monianer aus den Kirche»» jagen können. Esist daher wahrscheinlich, daß die lezten keine ei-gne Parthei ausgemacht; svlwern sich heimlichunter die Christen verstekt und von leztern ausge-schlossen worden. Wenn die Beschuldigungenwider diese Leute gegründet sind, so sind wenigSekten so verabfcheuungswürdig. Sie sichreren,nach diesen Klagen, ein sehr lasterhaftes Leben;übten die grdsten Sünden der Unzucht aus; trie-ben