Band 
Erster Theil.
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180
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182 Von den Nikolaiten.

neu von dem Geschichtschreiber in Betrachtunggezogen werden. Ein etwas älterer Schrift-steller macht ein ganz Verzeichnis von verdientenKirchenlehrern, welche wider diese Parthei ge-schrieben; man darf es aber nur ansehen, umüberzeuget zu werden, daß er, wo nicht irrig;doch sehr unbestimmt geredet habe. Man musnicht vergessen, daß wie die üble Gewohnheit ein-gerisseu, solche Männer, die mau vor Kezer halt,durch eine Vergleichung zwischen ihnen und denalten Kezeru verhaßt zu machen, es auch nichtan Leuten gefehlet, die mau Nikolaiten genen-net, ob sich gleich eine Aehnlichkeit zwischen ih-nen nie erweisen lassen. Kurz, in den mitlernZeiten wurden die Partheiuahmen der Simonia-ner, der Nikolaiten, der Manichäer algemeineSchimpfnahmen der Kezer. Hingegen har esseine Richtigkeit, daß einige neuere fanatischenPartheien den Nahmen der Nikolaiten gefüh-rt, weil sie in der That gewisse Personen, die Ni-kolaus oder Nikolai geheißen, zu Urhebern ge-habt. Es ist aber keine Gefahr zu besorgen, daßman sie mit den alten verwechseln werde.

Anm. i. Zur Erläuterung dieser Anmcrkuugen fügenwir bey i) daß Irenäus geglaubet, Johannes ha-be sein Evangelium den Nikolaiten entgegen gesczt:daß Virringa sie 2 pcrr II, i. u. f. Jud. V. 8 - u. f.zu finden geglaubet. Lange meinet, daß sie unter denfalschen Aposteln mit begriffen. Lrell aber ziehet ab-sonderlich in dem ersten Brief Johannis verschiede-ne Stellen auf sie u. d.g. 2) daß der Schriftsteller, des-sen wir gedenken, Gtephauus Gobarus sey. G.pho-

tii biblioUi. coll. 2Z2.

Anm. s