Band 
Erster Theil.
Seite
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2 l 8 Von den Gnostikern überhaupt.

sige Nachricht gegeben hatten, was vor eineGattung von Religionslehrern durch diesen Nah-men bezeichnet und wie ihr gesamter Lehrbegrisbeschaffen gewesen; so würde aller Streit untervernünftigen Gelehrten bald beygeleget seyn.Sie haben aber dieses nicht allein nicht gethan;sondern auch noch dazu, wenn ihre Stellen un-ter sich verglichen werden, von diesem Nahmeneinen so verschiedenen Gebrauch gemacht, daßman fast auf die Gedanken gerathen mus, siehaben selbst nicht gewust, was er heisst. EinUrtheil, welches in Ansehung einiger jüngererSchriftsteller, die ohne alles Verdienst bey vielenneuern ein zu groses Ansehen haben, mehr; alszu gegründet ist.

Anm. Wir halten es vor nöhtig, um unsere Leser inStand zu sezen, ein eignes Urtheil von dieser Sachezu fallen, von dem, was wir von dem verschiednenGebrauch des Nahmens der Gnostiker in den altenSchriften gesagt haben, einige Beweise zu geben. Hie-bcy ist denn vorauszusezen, daß die Kirchenlehrer dasWort bald in einem guten, wenn sie selche sichselbst oder andern nach ihrem Urtheil rechtgläubigenChristen*beylegen, davon in den Schriften des Cle-mens von ?Uerandrien und des Märtyrers Iustinihäufige Exempel zu finden; wie aus ZZinghams c>ri-pch. eccles. //-r.I. ca/,. i. § z. und Ntamachi oei^in.t'dritHan. tonr. I. p. ;8 zu sehen ; bald in einem bösenVerstand nehmen, da ein Gnostiker allemal eine Per-son , die sie vor irrgläubig halten. In diesem Sinnreden sie von Gnostikern, entweder so, daß sie einevon andern versehiedne Parthei anzeigen. Dieses ge-diehet unsers Wissens von keinem altern; als demLpiphanio daerel'. XXVI. tom. I. oper. p. 82. dembierinncn Auguftinus <le bserefib. cax.VI. p. I y. undeinige noch neuere gefolget, wie aus Irrigs äiss. <lebaerefiarcd. aevi apostol. p. 166. zu sehen. Oder sie