Von den Gnostikern überhaupt, szz
davon die meisten gegen einen angenommenenScheinkdrper geneiget waren:
z) nichts wird aus beyden vorherangeführ-ten Sazen natürlicher gefolgert; als daß der rich-tige Lehrbegrif von dem Erldseramt Christi mitallen Umständen und Folgen damit nicht zu verei-nigen war. Sie leugneten nicht, daß dieserAeon auf die Erde gekommen, die Menschen ausder Gewalt der bösen Weltschöpser zu erlösen;sie sezren dieses aber blos in der Bekanntmachungder Wahrheiten, durch deren Beobachtung dieMenschen zur Freiheit und zur höchsten Selig-keit bey Gott kommen kdnten. Wenn wir die-ses durch die in unsern theologischen Schulen ge-wöhnliche Redensarten deutlicher machen kön-nen; so erkannten sie von den drey Aemtern,welche wir dem Meßias beylegen, nur das pro-phetische, mit völliger Ausschließung des hohen-priesterlichen und königlichen AmteS. Doch wa-ren sie in Bestimmung der Wirkungen dieses pro-phetischen Amtes, wenigstens durch Ausdrükeverschieden, welches aus Vergleichung der man-cherlei Lehrsäze von dem Verhältnis Christi ge-gen den Iudengott klar werden kan.
§ XI.
Wir müssen hier eine kleine Ausschweifungeinrüken, weil wir ihr in unserer Kezergeschichtekeinen schiklichern Plaz anweisen können. Esist kurz vorhero erinnert worden, daß alle Gno-stiker die Menschwerdung Jesu Christi geleugnetund der gröste Theil von ihnen behauptet, er habe
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