Band 
Erster Theil.
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507
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des Marcions und ihrer Anhänger. 507

oper. p. 275. ^oh. vsn Damaskus baeres.cax. 42. Noch andere, und zwar Theodoret /iör.I.baeree. fgbul. ca/,. 24. versichern, daß Marcion vierungeborne Substanzen angegeben, nemlich den gutenoder unbekannten Gott: den Weltschöpfer, welchener vor gerecht und doch böse gehalten: die ewigeMaterie, so auch böse sey, und den Teufel. Zwey-ten- sind die Meinungen der neuern Gelehrten, washierbey vor wahr zu halten? sehr gctbeilet. Unter ih,nen denken diejenigen am wahrscheinlichsten, welchealle diese Berichte vereinigen, indem sie entweder mei,nen, daß ein Theil von Marcions eignem Lehrbcgrif,der andere von seiner Anhänger Zusazen zu demselben re-de; welches doch nicht historisch erweislich ist; oderMarcions Gedanken so erklären, daß in gewisser Be-stimmung alles wahr seyn kan. Diese gicngen nachBeausobres und Mosheim» Vorstellungen dahin,daß l)zwey gleich ewige Grundwescn sind, ein böse»und ein gutes: 2) zwischen beyden eine andere von demguten Gott hervorgebrachte und von ihm abhängendeSubstanz, welche die Welt geschaffen und gerecht sey,in der Mitte stehe und g) die Materie ebenfals ewig,aber als ein leidendes Wesen, keine thätige Kraft undkeine sey. Nach dieser Subordination ist eswahr, daß Marcion zwey Grundwescn, (chv°-k<r, »v-§<rl5 > wie im ckalo^o stehet) den guten und bösen Gottgelehret: es ist wahr, daß er den Ursprung der Weltund ihre Veränderungen drey beygeleget, dem

Guten, dem Bösen, und dem Gerechten : endlichist auch wahr, wenn man die Materie, wegen der ihrbeygelegten Ewigkeit, dazu rechnen wil, daß Theo-dorers Rechnung nicht ganz »»gegründet sey. Hier-aus läßt sich drittens die Frage: ob Marcion eineVielgötterei gelehret? leicht auflösen. Wenn es aufdas Work und den Nahmen Gottes ankommen sol; se-ist nichts gewisser; als daß nicht allein seine Gegnerihm den Jrtum, bald zwey; bald drey Götter gelehrtzu haben, ansdrüklich beygeleget, welches doch zu ei-nem gründlichen Beweis nicht hinreichen würde; son-dern auch die Marcionitcn von dem gerechten; ja vondem bösen Gott so gut geredet, wie von dem gutenGott. Nimmt man aber den Saz in einem strengen

philo-