Band 
Erster Theil.
Seite
542
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s42 Von der Aezerel des praxeas.

Vorstellung gegrinweteter, nach welcher Pra-peas den persönlichen Unterscheid zwischen demVater, dem Sohn und dem heiligen Geist ge-leugnet! mithin eben den Jrtum angenommen,welcher der stibellianisthe Lehrbegrif genennetwird. Tertullian bezeuget unleugbar dieses,wenn er saget, daß nachPrapeas Lehre, der Va-ter und Christus eine Person sey; daß der Vatervon der Maria gebohren worden; daß er gelit-ten, am Kreuz gehangen und gestorben sey.Von dieser Frage ist die zweyte wol zu unter-scheiden, daPraxeas nicht leugnen können, daßdie heilige Schrift vom Vater, Sohn, und hei-ligen Geist rede, was er denn nach aufgehobe-nem persönlichen Unterscheid, mit diesen dreyWörtern vor Begriffe verbunden? Die demTertullian so eigne Dunkelheit ist Urjach, daßsie ganz verschiedne Antworten erhalten, wel-che füglich auf drey gebracht werden könten.Die erste, welche die gewöhnlichste und nachunserer Einsicht richtigste ist, giebet dem Pra-peas eben den Lehrbegrif, welchen die neuernModalisten vertheidiget: Es ist ein Gott, dernur in Absicht auf verschiedne Handlungen diedrey Nahmen führet. Nach der zweyten , wel-che am wenigsten gegründet ist, sol Praxeasnicht einmal einen solchen Unterscheid zugege-ben haben, sondern, wenn er gelchrct, daß derVater gelitten; oder gestorben, es nicht diesenVerstand gehabt haben: der Sohn, welcher ge-litten, ist eben die Person, welche sonst der Va-ter heißet; sondern folgenden: weil in Jesu

Christo,