'y 5 s Vor, der Rezerei der Theodoeianer
Geburt an vereinigt; sondern,'daß dieses von ei-ner von Gott dem Vater verschiedenen göttlichenPerson geschehen sey. Allein da der angezeigteGrund durch die alte Nachricht bey dem Euse-bis gar nicht erweislich ist; so ist wol diese Erklä-rung des theodotianischen Lehrbegrifs unrichtig.Andere folgen den altern Berichten genauer, wel-che glauben, daß Theodotus gar nichts göttlichesin Jesu gesuchet und ihn vor einen blosen, obgleichtugendhaften und gerechten, Menschen gehalten.Sie sind aber darinnen nicht einstimmig, ob dieGeburt Jesu nach des Theodoti Vorstellung na-türlich ; oder übernatürlich gewesen, indem jenesvon Epiphanw; dieses aber von ältern und bes-sern Geschichtschreibern versichert wird. Mit die-sem Hauptirtum sind noch einige andere Neben-lehren verbunden gewesen, welche desto faßlichersind, da sie in dem ersten ihren Grund haben.Die Theodotianer sollen erstlich das Evange-lium Johannis verworfen haben. Man hat siedeswegen mit Recht unter die Alogos gerechnet,von denen ein mehreres zu reden , nachhero Ge-legenheit seyn wird. Hernach bemerken die al-len , daß diese Leute auch darinnen den neuerenAntitrinitariern mit ihrem Beyspiel vorgegangen,daß sie die Lehre von der ewigen Gottheit Christivor neu , und ihre Lehre vor apostolisch ausgege-ben. Hingegen ist die Nachricht, daß sie dieHandschriften der biblischen Bücher zu ihremVortheil Verfälscher, zwar alt und nicht un-ivahrscheiulich; allein auch sehr unbestimt; daßsie aber die valentimamschen Schwärmereien ge-
billiget,