Von den Artemoniken. x6r
geschrieben. Wenn dieser Grundsaz eben so klarerwiesen werden könte: als es an sich nicht un-wahrscheinlich ist, wie in folgenden gezeiget wer-den wird; so wurde er völlig entscheidend seyn.
Es hat hernach P. Victor denArremoninBann «. ^gethan, und ihn auf einer eigenen Kirchenver- 19g.'samlung zu Rom verdanimt. Allein es ist Scha-de, daß das erstere gar keinen; das leztere abereinen sehr unzuverlaßigen Zeugen vor sich hat.Ferner versichert Eusebius, daß Artemas eineKezcrei angefangen, welche zu seiner Zeit Paulvon Samosata wieder erneriert. Wenn manunparrheiifch diese Stelle erkläret, so folgen zweySaze daraus, theils, daß Artemas alter sey;als Paul, welcher in die lezte Hälfte des drittenJahrhunderts gehöret; theils, daß des erstenKezerei damals verjähret und gleichsam verges-sen gewesen. Endlich tritt diesem Epiphanias,welchem wir zwar an sich wenig trauen würden,bey; es scheinet uns aber glaublich zu seyn, daßder leztere hier Sem Eusebio gefolget, und sei-ne Nachricht nicht anders verstanden haben kön-ne; als wir sie verstehen. Der andere Haufeführet unsers Wissens nur einen; aber destowichtigern Beweis. Er ist auf eilte stelle indem berühmten Synodalschreiben der zu An- 269.riochien wider Paul von Samofata versamle-tcn Kirchenväter gegründet, welche so lautet:wir haben euch dieses deswegen bekannt ge-macht, daß ihr an diesen (den neuerwehltenBischof von Antiochien, Domnum) schreibet,und die von ihm (an euch abzulassende) Ge-
Nu mein-