s6s Von denArremoniren.
meinschaftsbriefe annehmet; jener aber(Paul von Samosata) kan seine Briefe anden Artemas ablassen uitd die Artemonitenmögen mit ihm die kirchliche Gemeinschaftunterhalten. Aus diesen Worten ziehen sie dieFolge, daß, wenn man weder dem Artemas einunwahrscheinlich hohes Alter beylegen; noch dieUngereimtheit annehmen wolte, daß die Kir-chenväter von einem Briefwechsel mir einemlängst verfaulten Mann reden; man zugebenmüsse, daß Artemas zu den damaligen Zeitennoch gelebet. Allein es scheinet uns nicht, daßdiese Folge nohtwendig sey. Es ist nicht ummöglich, daß wie zwey Theodoti, eben so zweyArtema in einer Parthei sich gefunden: es istnicht unmöglich, daß die Kirchenlehrer desOrients keine genaue Käntnis vom Artema ge-habt: es ist nicht unmöglich, daß die damalsschon herrschende Gewohnheit, neue Lehrendurch ihre Vergleichung mit altern Kezern ver-haßt zu machen, die Vater zu Antiochien zu ei-nem Ausdruk verleitet, den man deswegen nichtnach der strengsten Kritik beurtheilen mus: eineAnmerkung, welche durch eine Menge ähnlicherBeyspiele bestärket lverden kan. Kurz, die Sa-che ist nie mit Gewisheit auszumachen.
Anm. i) Don den verfthiednen Nahmen s. Theodore-' MM /lö»'. II. kaeretic. tabu), ca/i. 4. 2) Das Zeugnisdes l Eusebii stehet LL». V- Kittor. eccles. ra/-. 28-z)des Epiphanii kaeret. I.XV. § I. 4) das gedachteSynodalschreiben bey dem Eusebio It. Lür. Vll.ca/>.28- Die erste Meinung wird von den meistenneuern Kirchengeschichtschreiber» angenommen; die lez.kere aber hat wesseling prodabil. ca/>.2l. vertheidiget.
§ lH.