Band 
Erster Theil.
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577
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Von der Rezerei des Hermogenis. 577

folgen, von der Kezerei dieses Mannes keinerichtige Vorstellungen gehabt; oder die lezrernhaben die erstem übel verstanden, und dasjenigevon Einer Person erkläret, was jene von ver-schiednen berichtet. Dies kan eine fruchtbareQuelle von mancherlei Jrtümern seyn, ohnedaß wir im Stande seyn, diese mit Gewisheitvon den Wahrheiten zu unterscheiden. Wirhoffen, daß man uns einräumen werde, desTertullianö Buch wider den Hermogenem seydie älteste Schrift, welche von diesem Nachrichtenthalte, und daher müsse man ihm vorzüglichfolgen und, wo neuere Zeugen von ihm verschie«den sind, auf die Ursach dieser Verschiedenheitzu kommen suchen.

§ N.

Tertullian giebet uns von dem Mann, wel-chen er zum Gegenstand seiner Streitschrift erwehrlet, diese Beschreibung. Er war von Geburtein Africaner und trieb die Mahlerkunst. Esfehlere ihm weder an natürlichen; noch erlangtenGemühtsgaben. Er war scharfsinnig und be-redt, und ein Freund der Philosophie. Alsein Christ legte er sich mit Fleis auf die stoischePhilosophie; daß er es aber aus der Absicht ge-than, dadurch dem K. Antonin dem Philoso-phen zu gefallen, ist ein Einfall des Baronii,der nicht historisch erweislich ist; sondern auchvielleicht nicht einmal mit der Zeitrechnung beste-hen kan. Von seinem moralischen Charactermacht sein Gegner eine traurige Idee. Unter-dessen sind es mrr zwey Hauptktagen, die er wi-

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