Band 
Erster Theil.
Seite
578
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§78 Von der Rezerei des Hermogenir.

der ihn führet: erstlich, daß er unerlaubte Bil-der gemahlet, wobey doch wol zu merken, daßes nur eine Erklärung der neuern sey, daß dieseGemählde zum Dienst der Abgötterei bestimmtgewesen, welche nock gar nicht außer Zweifelgesezt: zweytens, daß er öfters geheurahtet,welches wiederum von der Vielweiberei im stren-gen Verstand pfleget genommen zu werdet,, daes doch mit mehrerer Wahrscheinlichkeit von derWiederholung des Ehestandes nach dem Tod vo-riger Ehegatten verstanden werden kan. Wennman nun bedenkt, daßTertullian als ein Mon-tanist, der nach einer sehr irrigen Sirtenlehre je-de zweyte Heuraht verworfen, hier urtheilet; soentstehet billig ein Zweifel, ob Hermogenes inder That ein so lasterhafter Mensch gewesen;oder besser, so grobe Verbrechen begangen; alsihm gewöhnlich zur Last geleget werden. Vonden wettern Schiksaalen dieses Mannes ist unsnichts bekannt. Daß er ein Schriftsteller gewe-sen, ist gewis; es sind aber weder seine Arbei-ten noch vorhanden, einige wenige Stüke aus-genommen, welche Terrullian angeführet;noch die Aufschriften derselben gemeldet.

Anm. Dasjenige, 'was wir angeführet, stehet in Ter«tulliane Buch, säverlas ttermo^enem P.26;.

Daß er abgöttische Bilder gemahlet, scheinet Rigauk00t. d. l. zuerst gemuhtmaßct zu haben.

H III.

Die Zeit, wenn Hermogenes gelebet, istaus folgenden Merkmalen zu bestimmen. Ter-tullian saget an zwey Orten, daß er damals,