Band 
Erster Theil.
Seite
579
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Von der Rezerei des Hermogenis. 579

wie er wider ihn geschrieben, noch am Leben ge-wesen. Da es nun zwar schwer ist, das Jahr,da diese Schriften ans Licht getreten, auszuma-chen; so ist doch so viel höchst wahrscheinlich,daß es geschehen, nachdem ihr Verfasser zu der I. C-Parthei der Montanisten übergetreten. Es ist ^2-daher der Schluß richtig, daß Hermogenesebenfals in das Ende des zweyten Jahrhundertsgehöret. Außer dem TertuLian, hat der be-rühmte Bischof vonAntiochien Theophilus eineStreitschrift wider den Hermogenem hinterlas-sen. Ob nun dieser Hermogenes mit dem, vonwelchem wir hier reden, eine Person sey, ist eineFrage, welche von den meisten bejahet; von ei-nigelt aber geleugnet wird. Weil wir von demInhalt der Schrift des Theophili keine Nach-richt haben; so wird es wol schwer halten, et-was zu entscheiden. Der bejahende Theil hatdieses vor sich, daß schon Theodöretus ihrerMeinung gewesen; doch können wir nicht leu-gnen , daß wir dem verneinenden beyzutreten ge-neigt sind. Eusebius bemerket als was beson-deres an, daß Theophilus aus der Offenba-rung Johannis Beweise gefuhret. Und da kanich «licht einsehen, in was für Verbindung diesel-ben mrt den bekamen Jrtümern des Hermogenes,wider welchen Tertullian geschrieben, gestan-den haben können. Unterdessen ist dieses dochder Grundsaz, warum einige behauptet, daßunser Hermogenes schon unter dem K.M. Aure- 170.lio Antonino seine Jrtümer auszubreiten ange-fangen. Diese Muhtmaßung ist viel zu wilkür- ,

Oo s lich,