s82 Von der Rezerei des Hermogenis.
I. weil nicht blos physisches; sondern auchmoralisches Uebel in der Welt ist, und das Ue-bel doch in der Materie allein seinen Grund ha-ben sol; so können die Seelen der Menschen unddie Teufel, bey denen das moralische Böse zufinden ist, keinen edlem Ursprung haben; alsder Körper. Sie sind dahero eben so, wie die-se , aus der Materie entstanden. Man kau dar-aus sehen, daß Hermogenes im weitläufigenVerstand unter die Materialisten zu zehlen; erhat aber diesem Lehrsaz doch eine andere Gestaltgegeben, als die neuern Materialisten thun, we-nigstens aus ganz andern Grundsäzen hergeleitet.
Amn. I Daß Hermogenes in der Lehre von der Men-schcnseele unrichtig gewesen; siehet man aus Ter-rullians Buch äe Lnirim cnp. i. und 4. Wenn dasan dem ersterm Orte gedachte Buch, eben dieses Schrift-stellers «ie centu animse, welches er grade z» demHermogeni entgeqengcsezt, auf unsere Zeiten gekom-men wäre; so würde uns vielleicht sein wahrer Lcbr-bcgrif besser bekannt seyn Unterdessen ist das, waswir gesaget haben, sehr wahrscheinlich und wird durchden folgenden Lehrsaz bestätiget. Es kan hier eineFrage entstehen, die zur Erläuterung dieser Materiewichtig genug wäre, was Hermogenes ncmlich vonden guten Engeln vor Gedanken gehabt, die wir aberni cht beantworten köiuien.
Anm. 2. Vielleicht ist die Stelle des Terrullians acie er-sii8 dlormebenem ca?- 25. da er die Anfänger desHermogenes nistc-riHo« genannt, die älteste, darin-nen der VNaterialistennahmc vorkommt; es ist aberwol ;u merken, daß er nicht anfdie Begriffe vondcrMcn-schenfeele; sondern von der Ewigkeit der Materie gehe.
II. weil die Teufel aus der Materie beste-hen; so werden sie auch wieder in die erste Ma-terie aufgelöset werden.
Anm.