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Von den Montanisten.
§ IV.
Es ist zu bedauren, daß wir voll den persön-lichen Umstanden des Montanus so wenigNa Imchren haben. Man nennet uns sein Va-ter-and, welches Ardaba eine Stadt in Mysien,an .en Gränzen von Phrygien, gewesen. Erist von heidnischen Eltern geboren worden, weilman versichert, daß er kurz vor den voll ihm er-regten Unruhen in die Zahl der Gläubigen auf-genommen worden. Die alten beschuldigen ihnder Herrschsucht: eine Anklage die gegründeterseyn kan; als so viele andere, welche von seinenGegnern wider ihn erhoben worden. Es hatein sehr gelehrter Mann gemuhtmaßet, daßMomanus Bischof zu Pepuza gewesen. Die-ses lasset sich zwar nicht historisch erweisen; istaber allerdings aus dem wahrscheinlich, was wirunten, sowol von der montanistischen Kirchen-versassung; als voll der Hochachtung dieser Par-thei gegen Pepuza sagen werden. Von seinemmelancholischen Temperament zeugen seine Of-fenbarungen und ganze Denkungsart. Alleinman hat kein Rechts daraus eine Teufelsbesizungzu machen; wol aber daraus dieMöglichkeitdesihm zur Last gelegten Selbstmordes herzuleiten,
^ wenn er nur sonst erwiesen wäre, und nicht aufeinem blosen zweydeutigen Hörensagen berührte. I- C.Der Eifer eines asiatischen Bischofs, Johannis,die Gebeine des Montanus und einiger ihm er-gebenen Weibspersonen ausgraben und verbren-nen zulassen, ist desto seltsamer; ie weniger zuvermuhten, daß man nach so vielen Iahrhun-
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