Band 
Erster Theil.
Seite
634
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6Z4 Don den Montanisten.

von den angeblichen unmittelbaren Offenbarun-gen ihrer neuen Propheten und dem seltsam be-stimmten Verhältnis derselben gegen die Bücherdes neuen Testaments nicht als einen gleichgül-tigen Grundsaz anzusehen, da sie nicht alleingar leicht zu einer fruchtbaren Quelle der gefähr-lichsten Irtümer werden tonte; sondern auch dergöttlichen Wahrheit von der Vollkommenheit desbiblischen Lchrbegrifs gerade zu widerspricht:mithin rsr die Klage, daß die Montanisten indem Artikel von dem Erkänrnisgrund der christ-lichen Religion gcirret, allemal gegründet, wennsie auch in der Dogmarik selbst nie davon eurenÜbeln Gebrauch gemacht.

Aii-n. i)Eiir: solche wichtige Versicherung liefert Ter-luIIiLN cte veinnii. Virgin, i. p. iy2. 2)Bekant-nisse von der Orthodoxie der Montanisten finden sichbc» dem Epiphanio Ksorel'.Xt.VIH. § i. Thcodo-rctS k.aereric. sttdulsr. /:«>-. III. 2. und phila-strio äs dsere!'. ca/,.49. z) Beyspiele von heftiger Be-streitung der Kezer hat'man in TermINans polemi-schen Schriften wider die Valenlinianer, den Mar-cion, den praxeas, den «5?rmogcnes: 4) von derlczten Anmerkung, welche vor die Uebertreibung derguten Meinung von der Orthodoxie der Montanistenverwahren sol, s tNoshriins commemar. p.4>6.

II. eben diese, obgleich Übel verstandene;oder wol aus Kezermacberei verdrehete Lehre derMontanisten von den Eingebungen des heiligenGeistes hat die nächste Veranlassung gegeben,gegen sie Beschuldigungen grober Irtümer indem Artikel von der Dreyeinigkeit zu erheben,ivelche schon durch ihre Verschiedenheit und un-mögliche Vereinigung den billigen Verdacht ihres

Ungrunds