Von den Montanisten. 6z s
Ungrunds erweken. Unter diesen sind die gröb-sten, einmal, daß sich Montauus vor Gott denVater ausgegeben, welches gar keiner Widerle-gung bedarf; hernach , daß ebenderselbe gesa-get, er sey der heilige Geist, welches ebenfalsganz unrichtig, da er sich nur vor einWcrkzeug,und noch dazu leidendes Werkzeug des heiligenGeistes, wie die Flöte; oder dieLeyer indemMunde oder der Hand des Tonkünstlers ist, ge-halten wissen wollen; aber doch durch die unvor-sichtige Art des Ausdruks, schlechthin die Vor-schriften des Montani Reden des Trösters zunennen, der so oft bey dem Tertullian vor-kommt , einigen Schein hat. Andere begnügensich nur, die Vorstellung der Lehre von derDreyeinigkeit den Montanisten beyzulegen, wel-che in dem folgendem Jahrhundert Vüdelliusvertheidiget und den innerlichen Unterschied derdrey Personen aufhebet; jedoch so, daß zumTheil diesen Jrtum als eine Eigcntumslehre al-ler Montanisten ansehen, welche denn außer an-dern wichtigen Gründen durch Tertullians Ei-fer vor die reine Lehre in diesem Artikel hinrei-chend widerleget werden; zum Theil aberaus-drüklich nur auf einige Glieder der Montanisten-parthei einschränken, welches leztere eher gegrün-det seyn kan, zumal da, wie unten vorkommenwird, es in derselben an kleinern Sekten nichtgefehlct:
Airm. i) Daß sich Montanus vor Gott den Vater aus-gegeben, meldet Lpiphanius dsc-i es § n.
weiches denn so gar Tiilemoiit memoires tom. II.p.4Z2> wiederholet; aber billig von andern und unter