Band 
Erster Theil.
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671
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wegen des Osterfestes. 671

erlaubt hielten, ihre grose Fasten in der Oster-woche zu unterbrechen, aßen sie jederzeit dasOsterlamm an dem Abend vor dem Auferste-hungsfeste, und endigten dadurch die gottes-dienstlichen Uebungen, durch welche sie das An-denken der Leiden und des Todes Jesu Christierneuerten. Wenn man einem neuern Schrift-steller trauen darf; so wurde von beyden Thei-len das Osterlamm, sozumOstermahle bestimmetwar, am zehenden des Monats ausgelesen, undden vierzehenden das Andenken des Todes Chri-sti gefeiert; jedoch ohne daß von den Gegnernder asiatischen Christen an demselben das Oster-lamm gegessen worden. Ans dieser Nachrichtfolget denn, daß die Uneinigkeit auf drey Fra-gen sich eingeschränket habe: erstlich, ob es er-laubt sey, daß man, um die Ostermahizeit andem Monatstag, an welchem Christus dasOsterlamm gegessen, zu halten, das Fasten un-terbreche, welches bis auf das Auferstehungsfestfortgesezt werden solle? da denn die morgenlän-dische Christen der bejahende; ihre Gegner aberder verneinende Theil waren: zweytens, obdie unter den Chrisren gewöhnliche Oftermahl-zeit zu eben der Zeit gehalten werden könne undmüsse, wenn die Juden ihre Ostern hielten?welches abermals die Morgenländer bejahetenund ihre Gegner verneineten: drittens , obder Auferstehungstag von den Chrisren eben dendritten Tag nach dem vierzehenden des MonatsNistm, es möge nun dieses ein Sontag seyn;oder nicht; oder ob dieses Fest stets auf einem

Sontag