wegen des Osterfestes« 6Zr
christlicher Freyheit andern Gemeinen die römi-sche Kirchengebrauche aufzudringen, unter dieVorspiele der nachhery in Rom angenommenenKünste, eine algemeine Oberherrschaft über dieganze Kirche sich anzumaßen, zu rechnen sind;oder nicht, dieses gehöret an einen andern Ort.
Anm. l. Bey der ersten Frage s Heumann ebendas.p. iBey der zweyten ist zu merken, daß die er»ste Meinung vom DuvaloiS, Natali Alexander»»,und sonderlich Saudini, är/x. V. sä vic. pontillc.p. 42. die zweyte von tftarca, Scheclstraace, pa-gi, Massuer, Hcrlloix und den meisten Protestantenvertheidiget wird. Von der dritten haben wir die rich-tigere Meinung dein seligen Moshetm zu danken, inden commentar. p. 444. igg.
Anm. 2. Von diesem ganzen Streit des Victors über dasOsterfest haben wir die besten Schriftsteller, welcheauch auf die Untersuchung und Beurtheilung der inder vierten Frage bemerkten Umstände ihren Fleis ge-wendet, in der Historie der römischen PäpsteS.angezeiget, worauf wir uns hier beziehen.
§ IX.
Es ist außerdem, was bishero erachtet wor-den , von dem Osterstreit uns nichts überliefert.Allein aus dem Verfolg siehet man mehr; als zuklar, daß jeder Theil bey seiner Meinung geblie-ben. Man lernet dieses aus dem Eifer, mitwelchem man im vierten Jahrhundert bemühetgewesen, die asiatische Gewohnheit zu unterdrü-ken, und aus dem in der That schlechten Erfolgdieses Eifers, da ganze Provinziell sich gewei-gert, nach zu geben. Doch gehöret dieses indie spätere Zeiten.
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