der Manichäer. 807
§ VII.
Außer dem römischen Reich muften dieMa-riichaer in.Persien die härtesten Verfolgun-gen ausstehen. Man erzehlet Grausamkeiten,die der K.Varanes, unter welchem Mani selbsthingerichtet worden, an einer Menge von seinenAnhänger,: ausüben lassen. Von einem andernKönig, dessen Nahme zwar noch zweifelhaft ist; I. C.der aber wahrscheinlich im vierten Jahrhundert Z25.gelebet, wird gemeldet, daß er unter dem Ver-wand, der ehelose Stand der Manichaer sey derBevölkerung des Reichs und also dem Woldes Staats entgegen, einen Befehl, diese Ke-zer zu tödten, ergehen lassen, welcher den recht-gläubigen Christen selbst gefährlich worden. ESsind aber wider die Glaubwürdigkeit dieses Be-richts starke Zweifelsgründe vorhanden. Etwaszuverläßiger sind die Nachrichten von der grosenVerfolgung, welche die Manichäer unter demK. Cavades erdulten müssen, nachdem sie einige 525.Zeit vorhero in ruhigerm Zustand sich befunden.
Jn Africa scheinet die harte Verfolgung, welche 477.der wandalische König Hunerich wider sie erhob,ihnen eiu Ende gemacht zu haben.
Anm. Von dem ersten und zweyten sind die sehr zwei-felhaften Nachrichten von Bcausobre tom.I. p. 210.beurtheilet worden: von dein dritten, welches Theo-phanes, Zanaras, Lrdrenus und dergleichen Ge-schichtschreiber melden, s Ti.'leiNdNt memmres ton».
IV. p>2o6. Das vierte wissen wir aus des B. VictorsLuch perseyuut. VariöLlicL üb, . II. im achten Bandder n. N. k. x. 679.
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§ VIII.