ssv Streitigkeiten
ist. Zweite Frage: hat Pelagius in diesem Buch seineJrtümer, vorgetragen? Dieses kan wieder nicht geleu-gnet werden, weil es Angnftmus, bNariusMercarorund der präsestinatus nicht allein sagen; sondern auchbeweisen. Dricre Frage: ist von Pelagii Erklä-rungen was übrig? Diese Frage wird wieder allgemeinbejahet, jedoch alsdenn der Beweis auf die Auszüge beiden iezt genanten alten Schriftstellern eingeschränket.Vierte Frage: ist Pelagii Arbeit noch ganz vorhanden;oder welches einerlei ist, sind die unter den Werken desHieronymi unrichtig aufgenommene commentarii ebendie expolitiones des pelagii t Hierauf antworten dieGelehrten ganz verschieden. Schon im vreftehendenJahrhundert lebte zu Verona ein Presbyter Johann,der sie bejahrte, wie Vallarft tom. XI. oper. klieron.p. 8Z5- erinnert. In den neuern Zeiten haben die ge-lehrtesten Männer ebrn dieses behauptet, wieVoßp.526.Garnier p. s;8 und not. in lilar. IVIerc. tom. I. p. 18-17 oris p. z6. Labricius biblisch. I>sr. meci. et inkm.setscis 00/. V. P.66O. Maffei kiftor. tkeol. clo^m. äexrst. p. 102. und andere, die Voß p. 557. nennet undzum Theil unten vorkommen sollen Das sonderbarsteist, daß sich hierMänner vereiniget, die indem Haupt-beweis ganz von einander abgehen. Hingegen sind an-dere gar nicht der Meinung. Von diesen wird es gnugseyn, die wichtigsten gegenseitigen Muhtmaßungen an-zuführen. Lave biftor. littee. lcriptor. eccles tom. I.p. Z82. hat aus einer noch ungedrukten bibliotkeca tbeo-IvAics des Erzb. Ushers ein wichtiges Stük abdrukcnlaßen. Er behauptet, daß die iezt vorhandue commen-tsril aus Erklärungen des Hieronymi, Pelagii undprimasti zusammen getragen sind. Eben dahin gehetauch Basnagen» Urtheil in der kiftoire c!e I'Lßliteto,». II. p. ßzy. Lotelier patr. spoü. tom. I. p. gy.zweifelt sehr daran, daß Pelagius Verfaßer sey, garnicht aber, daß der Verfaßer ein Pelagianer sey. Wirkönnen nicht leugnen, daß uns die bejahende Meinungam besten gefallet, weil die dagegen angebrachte Zwei-fel leicht gehoben werden können. Dahin gehöret nunvornemlich die fünfte Frage: wenn diese commentriliwirklich Pelagii Arbeiten sind, warum stehen einigevon dm alten daraus angeführte Stellen nicht darin-