Band 
Vierter Theil.
Seite
755
JPEG-Download
 

mir den eigentlichen pelagianern. 755

tende Genugthuung angenommen, läßet sich nicht be»stimmen. Zuweilen hat Pelagius und Julian»« sehrgut geredet, dabei aber doch gleich beigefüget, was jenenwieder einen zweideutigen Sinn giebt. Man sehe ihreStellen bei dem Garnier p. zoi. Eine Algemeiiiheitder Erlösung konten sie nicht lehren, weil sie die Alge-rncinheit der Sünde leugneten.

Anm. 2. Worinnen nun die Früchte dieser Gnade Christibestehen, drukl Pelagius beim Augustino cis KisriaChristi ca^. zy.p. i66.soaus: Christus erestentidusstdtprimo oinnia per bsptistnum peccsts stimittit, steinsteimltstione stii perstÄsm incitat lsuKitatem et vi-tiornm consuetuliinem virtutum tollit exemplo. Ebenso redete Julianus Num. XV- Anm.

Anm. z Es ist ein Streit, ob die Gnade der Vergebungder Sünde von ihnen vor ein frei Geschenk gehaltenworden, oder vor ein Verdienst. Pelagius hat dasleztere, Lälestius aber das erstere behauptet. S. Gar-nier p. ZO4.

Anm 4. Es ist wol kein Zweifel, daß Pelagius denGrund der Vergebung der Sünde angegeben, guia Chri-stus pro nobis psstus est, S. ebendas. p. ZO4- der aberunrecht deswegen zwischen den Pelagianern und Pro»testanren eine Parallele ziehet.

XXX. Hieraus entstehet diese Ordnung.Der Mensch, der bishero gesündiget, bekehretsich, das ist, er läst ab von Sünden, und dasschlechterdings aus eignen Kräften.

Anm. S. Vosi p.6;z. und 667 Dieses ist aus der al»gemeinen Lehre vom freien Willen eine Folge.

XXXI. Er glaubet an Christum, das ist,er giebt seiner Lehre Beifal. Er wird getaufetund durch diese Taufe werden ihm alle vorher-gehende Sünden vergeben, daß er nun ohneSünde ist.

Anm. Daher beschuldigten die Pelagianer ihre Gegner,daß sie die Kraft der Taufe schwächten, weil sie in den

B b b 2 Wie«