Band 
Vierter Theil.
Seite
766
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766 Streitigkeiten

er eilte gute Handlung vornehmen wolle, son-dern zu einer jeden einzeln guten Handlung istein Einflus, ein Beistand nichtig. Doch wiehier gar nicht die Rede ist von körperlichen, äu-ßerlichen und bürgerlichen Handlungen, sonderneigentlich von den innerlichen wirklichen Begier-den, so folget aus dem allen, daß bei diesen dasKönnen, das Wollen und das Thun ein Werkdieser Gnade sei, mithin alles Gute, das derMensch thut, Gottes Werk ist.

2 tnm. Wir haben hier alle Bestimmungen desDegrifs derGnade, welche Angustinus und -Hieronymus gegendie Pelagianer vertheidige«», gesamter. Erstlicb sag»ten sie, daß die blose änserlicke Gnade, wohin auchder Unterricht und das Beispiel Christi allerdings gehö-ren , und alle durch göttliche auserliche Mittel das Gutezu erkennen, hervorgebrachte Erkantnis, wenn ihr Ge-brauch von dem freien Willen des Menschen abhängensolle, zu einem eigentlich guten Werk nicht hinreiche,sondern eine innerliche Wirkung erfordert werde. Au-gustinus sage« II. op. imperf. contra lulian. cax.140. p. 78z. lwc eil occultum et liorreniium virusveltrae kaereiis, vt velitis Aratiam Lkritli in exemploeins ells, non in clicentes, gnia per ein- imi-

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womit das ganze Buch 6e ^ratia Llirilli zuvergleichen. Besonders bemerke man die Worte /iör. I.contra lulian. cazi. 4;. p. 692. Vtroque moäo übe-ratLkrillus: guis et iniguitatem i^noicencio sukert, etr»«/jor>a«üio tribuit csritstem. Arveitens diese Wirkun-gen gehen nicht allein in dem Verstand, sondern auch indem Willen vor. Diele Stellen Augustini hat Voßp. 65 gesamlet. csehr klar sind diese Worte des vier,ren Kanons von Laclhago §. XXVI. IV. gnisguis^ixerit, - - non sutem per illam (ßrstiam I)ei) no-dis prseüsri, vt gnoä iscienüum co^nouerimus, etismtacere 6ili^smus atgue vslesmus. Drittens wurde derBeistand und Einflus Gottes zu einer jeden guten Hand-lung gefordert. Man sehe oben §. XXXV. II. §. XI^.

Hicro-