Band 
Vierter Theil.
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768
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763 Streitigkeiten

übel verstehen können. Darum wollen wir ganz freiseine wahre Meinung vorstellen. Augustinusimtan, daß hier nicht die Rede von guten Werken sey, inso ferne dadurch Handlungen zu verstehen, welche niitder Vorschrift der göttlichen Gescze übereinstimmen, son-dern in so ferne sie einen Einflus zur Erlangung derSeligkeit haben. Zu einem solchen guten Werk ver-langte er erstlich eine göttliche Verheißung der Beloh-nung, und leugnete, daß die Heiden eine solche Ver-heißung haben: zweitens den Glauben, durch welchenwir gerecht werden: drittens die Liebe gegen Gott, alsden Bewegungsgrund, warum dieses gethan, jenes un-terlaß«! werde: viertens die Absicht, es zur Ehre Got-tes zu thun: fünftens eine klare Vorschrift des gött-lichen Gesezes, mit Unterlaßung aller selbst erwähltenguten Werke. Da nun alles dieses bei den tugendhaftenHandlungen der Heiden nicht zu finden, so folge, daßsie keine gute Werke gethan. S. von diesem allen Ianse-nium tosr. H. üör. IV- p. 542. stzg. Vofi p. 674. No-ris p. yzz. Hottinger p. 176. 184. lgg.

XIV. Diese Gnade ist schlechterdings keineFolge vorhergegangener guter Werke, weil mansonst annehmen nmste, daß der Mensch ohneGnade solche gute Werke thun könne; sondernein freies Geschenk Gottes.

2 lnm. I. Augustinus erklärt sich hier sehr deutlich: ?els-§ianis non immerito anstkems clicirnus, gui tsm ini-nstci lunt ^rstiae - - vt eam äicsnt non xrstis,/ecrorüÜMr merrka i/arr, ac 60 non Lt ^rstia, tantum-gue consticuunt in libero nrditrio - - vt bene sovtenäo cstcsnt stominem mereri Zratiam, gourn bens!IIo non vt! postit, nist per ^rstism, guae non lecun-stuin äebitum reälsttur, fest Oec» Arstis miserante sto-nstur, stör. l. contra stuss epist. ßeisA. Z.p. 274.Mehrere Stellen liefern Jansenius tom. III. üb--. 2.p. 79. stzg. und Voß p. 670.

Anm. 2. I» den Streitigkeiten mit den Pelagianern wardieser Saz hinreichend. Allein eben dieser Saz war dieevahre Quelle der Streitigkeiten mit den halben pela-

gianern,