Band 
Vierter Theil.
Seite
771
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mit den eigentlichen pelagianern. 77 r

z. An die Taufe ist auch die Gnade gebun-den, weil sie nur bei denen statthat, die da glau-ben, und durch die Taufe mitgetheilet wird.

4. Die erwachsenen Menschen haben einenfreien Willen, ein Vermögen so wol Gutes alsBöses zu wollen, allein wegen des Verderbenskönnen sie ihn nur zum Bösen lenken.

5. Daher können sie nicht durch die Natur-kräfte ein gutes Werk thun, welches mit der Se-ligkeit belohnet würde. Daher werden auch dietugendhaften Heiden gewis verdamt.

6. Allein durch die Gnadenwirkung des hei-ligen Geistes erhalten die Menschen erst alleindas Vermögen, sich zu bekehren und zu glauben,dann das Gute zu wollen und zu volbringen, undin dem leztern Fal wirket die Gnade mit und beiallen guten Handlungen.

7. Diese guten Handlungen haben wegender göttlichen Verheißung eine Belohnung in je-nem Leben zu erwarten, und dieses kan Ver-dienst uiw Lohn heißen.

8. Sie haben aber noch dabei Erbsünde, undthun auch wirkliche Sünde, diese werden ihnenaber vergeben, daher kan man sagen: sie habenSünde im Leben, mcht aber im Tod.

Anm. Dieses sind lauter Folgen der vorhergehenden Säze.Einige unker ihnen brauchen freilich Bestimmungen, z. E.von dem, was Augnstinus verdienstliche Kraft der gu-ten Werke nennet, ingleichen ob er zwischen den Todsün-den und Erlaßjunden einen Unterscheid gemacht, sie ha-ben aber in die Streitigkeiten mit dem Peiagianernschlechterdings keinen Einsius gehabt.

Ccc2 XVM.