Band 
Vierter Theil.
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Streitigkeiten

X VIII. Endlich ist es gewis, daßAtlgustüNUS die gairze Veränderung des Menschen vonder Erwekung des Glaubens bis zur Erlangungder Seligkeit, einem göttlichen Rahtschlus beige-leget, allein dieses war eben die Frage: warumGott nicht allen Menschen diese Gnade der Tau-fe , der Bekehrung, des Beistandes zu den gu-ten Werken ertheile? welche die Streitigkeit mitden halben Pelagianern und Pradeftinatia-nern veranlaste und daher von uns in folgendenuntersucht werden mus.

§. I.XXIV.

Wir haben drittens versprochen, noch ausdiesen vorgestelten Wiedersprüchen zwischen denPelagianern und ihren Gegnern die wahre Be-schaffenheit der Streitfragen herzuleiten. Die-ses halten wir vor desto nüzlicber, weil wir be-merken, daß einige neuere hierinnen in mancher-lei Rükslchten unrichtige Vorstellungen davon ge-macht , und dadurch in der That in der Dogma--tik, Polemik/ und selbst in der Moral einigenSchaden gethan. Um dieses zu beweisen, wol-len wir einige Beispiele vorher anzeigen.

I. Einige glauben, es wäre zwischen beidenPartheien nicht über die Lehre von der Gnade,sondern allein darüber, ob die innere Gnadenohtwendig; oder nur zur leichtern Befolgungder Gebote Gottes nüzlich sey?

Anm. So redet petav. p. ZIZ. und ist kein Zweifel, daßdiese Vorstellung dem Iesuikensystem sehr gemas sey.

II. Andere meinen, beide Theile wären in

der