8O2 Streitigkeiten
in der That ein christlicher Naturalismus ist, sowird sich leicht begreifen laßen, daß Pelagiusdarauf verfallen, und vor ihm, neben ihm, undnach ihm eine Menge unter den Christen eben sodenken können. Dieser algemeine und entfern-te Grund wurde durch den Münchsstand der er-sten Stifter der pelagiamschen Parthei rechtgereizet und fruchtbar gemacht. Hier ist der Ortnicht, diese Anmerkung zu entwikeln. Leute," die mehr Gutes thun wollen; als nach ihrer Ein-bildungGott fordert, müßen durch ihre vermein-te Borstige verleitet werden, bald mehr bald we-niger sich dem System zu nähern, welches ih-rem Stolz so angemeßen ist. Endlich ist es diegrdstl Wahrscheinlichkeit, daß die Abneigung ge-gen die Manichaer hier vorzüglich wirksain ge-wesen, ein System zu bearbeiten, welches ambesten jenen Kezern entgegengesezt zu seynschien.
Anm. i. Eine nähere Ausführung unserer ersten Anmer-. kung hat Hr. D- Lilienchal in der, unter meines Va-ters Vorstz zu Jena gehaltenen «M. äe Nelsxisnilwc»»nte ?eIsAmm geliefert. Sie ist in des leztern milcel-lan. sscr. p. 575. wieder abgedrukr.
Anm. 2. Der Umstand, daß Pelagius bei vieler Gele-genheit, und so wol zu Diospoli, §. XXII. III. als mseinem libello 66ei den V eigenem vor einen Urheberkezerischer Lehren erkläret, ist gar zu wichtig, daß er nichtbesonders verdiente bemerket zu werden. Garnier p.zo;. sgg. und Master x. 107. haben davon viel Gutesgesagt.
Anm. Z. Von den lezten Anmerkungen ist noch xveismannp. 486. zu vergleichen.
§. I.XXXII.