mit den eigentlichen pelagianern. 8i z
Verwirrungen entstanden, die gewis nicht derWahrheit Vortheilhaft seyn konten. Hernachist es nicht zu leugnen, daß da diese ältestenStreitigkeiten, welche über das Verhältnis deriezigen moralischen Beschaffenheit der natürlichenKräfte des Menschen gegen die Erlangung derSeligkeit entstanden, von der Zeit an bis aufunsere Tage, ob gleich unter veränderten Ge-stalten, erneuert und forrgesezet worden, alle-zeit und noch immer auf der einen Seite die Mit-telstrase zwischen den Mamchaern und Pela-gianern vor die rechte Lehre und es vor die wich-tigste Aufgabe erkant worden, diesen Mittelwegzu finden; auf der andern Seite, da iede Par-thei diesen Mittelweg getroffen zu haben glaub-te, die Wechselsweisen Beschuldigungen, sich zueiner von beider einander entgegen gesezten unddoch gleich irrenden Parrhe'ien mehr oder weni-ger zu nähern, ebenfals fortgehen. So sehrwir nun nach unsern eignen Einsichten derglei-chen Vorwürfe misbilligen, und nichts wenigerglauben; als daß zum Beispiel der Iansenistdurch einen Machrspruch: ihr seyd Mamchaer,oder der Jesuit durch ein ähnliches Urtheil: ihrseyd Pelagianer, gründlich wiederleget sey, sohalten wir es doch vor Pflicht, diese beiden Sy-stems recht gnau zu kennen, und unter sich zuvergleichen. Es kan nicht fehlen, daß wer diebeiden äusersten Enden einer Sache bestinimeukan, das wahre Mittel am sichersten berüh-ren wird.
Anm. Ueber diese Beschuldigung der Pelagianer gegen
ihre