Band 
Vierter Theil.
Seite
816
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8 l6 Streitigkeiten

. von der Dreieinigkeit und der Person Christi istes eine nohtwendige Folge, daß Prosvers et-was dunkele und Cassians deutliche Vorstel-lung, die Pelagtaner hatten Christum vor ei-nen bissen Menschen gehalten, schlechterdingsnngegründet sey.

2 lnm. S. oben §. I.XXVIII. wo schon erinnert worden,daß pelagius in libello 66ei auch die rechte Lehre vonder Person Christi vorgetragen. S. Lvall p. Z77. wor-aus folget, daß ihm nicht einmal der so genante nefto.rianische Lehrsaz zur Last fallen kann.

II. Den zweiten Saz, daß Christus verdie-net habe, Gott zu seyn, wie Prosper redet,kan man ebenfals aus keinem einzigen Zeugniseiner pelagianischen Schrift erweisen. Diesesist aber gegründet, daß Augustinus dieses denPelagianern zur Last geleget, es folge aus ih-ren Säzen, daß Christus der Mensch durch sei-ne Tugend verdienet habe, mit der Natur desSohnes Gottes vereiniget zn werden, aber nie-mals gesagek, daß es ein Pelagianer gelehret.

Anm. S- . I. oper. imverf. cax. i zy. 140. p 712.71und /»-. IV. c«)v.84- P-87>- lq. wo Augustinus nichteben zum gnauesten sich auSdrukt.

III. Wie es ohnehin wieder die Chronologieist, anzunehmen, daß Nestorius ein Lehrer desPelagii gewesen, so ist es auch wegen des öfent-lichcn Wiederspruchs des Nestor» gegen denPelagium eben so wiedersinnisch zu behau-pten, daß lener von.'diesem seine Irtümer ange-nommen.

Lnm. S. oben S-I.XV. V.

IV.