Band 
Vierter Theil.
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834
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Streitigkeiten

Pflicht lernen, mit Aufrichtigkeit und Frei»mühligkeit seine wahren Gedanken öfentlich,und so bestimt, als es möglich ist, vorzutragen.Es ist kein Kenzeichen einer guten Sache, sogar nach entstandenen Widerspruch noch inZweideutigkeiten der Wörter und Redensartenseine Gedanken zu verhüllen. Das sind theo-logische Betrügereien, welche weder dem Chri-sten, nach dem Lehrer geziemen, und selbst dieBande der menschlichen Geselschast trennenmüßen. Die Pelagianer habenoch einenFehler begangen, den wir billig rügen müßen.Sie sind wahre Consequenzmacher, und wennsie nichts weiter hier gethan, als daß sie uner-müdet sagten, ihre Gegner wären Manichaer,so wäre das schon hinreichend, gegen sie denVerdacht entweder der gröbsten Unwißenheir,oder sehr »christlichen Unbllligkeit zu bestä;tigen.

§. L.XXXXVI.

Ihre Gegner waren gar nicht fehlerfrei.Von einigen, die ihnen zur Last geleget wer-den, erfordert die Gerechtigkeit, sie loszuspre-chen. So thut Arnold ihnen viel zu wehe, daßsie Feinde der Gottseligkeit gewesen, sund denEifer der Pelagianer, dieselbe zu befördern,nur hindern und stören wollen. Ein neuererSchriftsteller findet die vornehmste Ursach ihresWiderspruchs in dem Stolz der Bischöffe nndihrer Begierde, allein in Glaubenösachen zu

richten,