Band 
Fünfter Theil.
Seite
12
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12 Streitigkeiten

natisten, von dem wir indem vierten Theil S. 252.258. Nachricht gegeben haben, vor den ersten halbenPelagianer zu halten. Er hat Reckt, daß theils nachLugustini Zeugnis «ic äoÄrins ckrittisns /ibr. III.

Z7- T)»ckonius gelehret, opers nobis lisri mcrito kilci;vero /ic e//e a «ob»» «t «ob» «0» a

äeo, theils, daß der lezte Theil dieses Sazes die wah-re Unterscheidungslehre derjenigen enthalte, welchehalbe Pelagianer genennet worden. Es würde aberdas Verzeichnis derselben sehr gros werden müßen,wenn wir alle diejenigen altern Kirchenlehrer hieher rech-nen wolten, welche vor den pelagianiscken Streitig-keiten, mithin auch ohne alle Absicht, Augnstino zuwiedersprechen, oder zwischen diesem und den Pelagia-nern in die Mitte zu treten, so geredet, ja alsdennmäste Augustinus selbst unter den halben Pelagianerneine Stelle erhalten: von welchen beyden historischenAngaben unten die Beweise folgen müßen. Tyckoniasist gewis alter als die pelagianisthe Unruhe, und Au-gustinns schreibet selbst von ihm am a. V. nvn erst ex-pertu« lisnc kscrelin, «suse «o/kro tempere exorts, mul-tum nos exercuit» und kurz vvrhcro nennet er die pe-lagianer.

2 lnm. 2. Dieser berühmte Brief des Augustini an Vita-lem, ist in der Benevictinersamlung der ccxvil. tom.II. oper. p. 628- lgq.

2 lnm. z. Es wird hier wol der bequemste Ort seyn, diezwölf Saze mitzutheilen,welche Augustinu« als den wah-ren Inhalt seiner Lehre von der Gnase angegeben, undzwar im Gegensaz so wol des Pelagii; als auch desVitalis. Sie sind diese: 1) Die Kinder haben dieErbsünde, und werden ewig verdammt, wenn sie nichtdurch die Gnade in Christo wiedergeboren (d. i. getau-fet) werden: 2) Die Gnade Gottes wird weder denKindern noch den Erwachsenen wegen eignen Verdien-stes (lccuncium merits nostra) ertheilet: z) sie wirdden Erwachsenen zu allen einzelnen (guten) Handlungengegeben: 4) Es empfangen aber solche Gnade nichtalle Menschen, und die sie empfangen, erhalten selbigenicht allein nicht wegen des Verdienstes der Werke;sondern auch nicht wegen des Verdienstes ihres wol-len«, welches an den Lindern klar ist: 5) sondern

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