Band 
Fünfter Theil.
Seite
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der nestorianischei, Streitigkeiten. 449

gilt, wie Tillemonr glaubet, und zwar wahrscheinlichglaubet, so ist unsere Meinung völlig bestätiget. Nichtdas Volk, sondern die unruhigen Manche und dieMisvergnügten waren die Leute, welche sich von ihremBischof absonderten.

H. Daß die über NestoriUM misvergnüg-ten Lehrer zu Conftantinopel mit den auswär-tigen Bischdffen und besonders Cyrillo in sehrgutem Vernehmen und so gar Briefwechsel ge-standen , ist außer allem Zweifel und daher derSchlus sehr wahrscheinlich, daß beide Theile ein-ander gegen NestoriUM angereizet. Bald hat-ten wir Lust, noch weiter zu gehen und zu muth-maßen, daß Cyrillus von diesen Misvergnüg-ten Nestor» Schriften empfangen und zum Wi-derspruch veranläßet worden.

Lm r. Es ist wahr, wir haben iezt keinen Brief, dervoll Nestor» Gegnern zu Lonstanrinopel an auswär-tige Bischöffe geschrieben; wer aber Lyrilli Briefe andiese Misvergnüugten und Lälestini Briefe aufmerksamliefet, der wird kaum daran zweiflen, daß ein vielleichtgeheimer Briefwechsel zwkschen beiden Theilen geführetworden; wie auch Tillemonr p. Z20. erkannt.

2 lnm. 2. Es ist schon §. XXlll. Num. I. II. lll. bemer-ket, daß es sehr ungcwis sei, wie Thrillers so früheNestor» Neben «halten, daß er gegen sie seine Dster-predigt im I 429 halten, und den Brief an die Münchevon Aeqypten schreiben können, dieses scheinet sich aberdadurch aufzulösen, wenn man die Münche zu Lonstan-tinopel vor die wahren Urheber alles dieses Unfugsanflehet.

Hl. Es bat seine Richtigkeit, daßNestoriusauch auf seiner Seite nicht stille geseßen, sondernfortgefahren, sich den ihm so heftig wiederspre-chenden Lehrern entgegen zu sezen, wovon wir

V Theil. A f